Karten als Spiel oder Realität

Vielleicht ist es an der Zeit in anderen und zugleich neuen Dimensionen zu denken, zu fühlen und schließlich auch zu handeln.

Losgelöst von den eingebrannten Denkmustern, ethnischen und kulturellen Unterschieden, Religionen, Weltanschauungen oder Orientierungen jeglicher Art. Die Entwicklung der Gesellschaften und Lebensweisen wird uns alle zum Umdenken, sowie Überdenken so mancher Ansichten und Gewohnheiten führen – besser gesagt, es geschieht jetzt schon und beeinflusst unser Denken, unseren Alltag, unser Leben und die Menschheit an sich.

Ängste, Unsicherheit und vor allem die Unwissenheit wurden schon immer missbraucht, um Macht auf- und auszubauen, um zu demoralisieren, Hass zu schüren, Abneigung zu verstärken, Gehirne zu waschen, sowie blindes Gehorsam zu zementieren.

Die gesamte Geschichte der Menschheit ist mit diesen unzähligen Beispielen gepflastert, die wie allen bekannt sein dürfte, nie zum Glück und Frieden geführt haben. Maßen wurden und werden durch eine negative oder vermeintlich „positive“ Propaganda mobilisiert um bestimmte Ziele und Visionen von einigen wenigen verwirklichen zu können – stets auf Kosten der Mobilisierten.


Auch wenn unsere Gesellschaften sich als Biotope auf begrenzten Flächen entwickeln und mal mehr, mal weniger gedeihen, wird es in naher Zukunft noch undenkbarer sein, nur für sich zu existieren. Die Distanzen zwischen den zahlreichen Welten haben sich in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten stets verkürzt. Regionale Konflikte nehmen immer stärkeren Einfluss auf die gesamte Welt und prägen zugleich ihr neues / anderes Bild.

So lange wir denken, etwas geschehe nicht direkt vor unserer Haustür, nehmen wir die Situation oder das Geschehen zwar wahr, sind jedoch reserviert im Handeln. Der Wandel in all seinen Facetten rückt seit vielen Jahren stetig näher und ist seit Monaten greifbarer denn je – er ist da. Wenn wir nicht endlich aufwachen und uns mit all den Begebenheiten auseinandersetzen, dürfen wir uns nicht über ihre Existenz und die Auswirkungen wundern.

Wer von uns der Meinung ist, all diese Veränderungen kämen plötzlich oder würden uns gar überrollen, hat entweder in der Vergangenheit geschlafen, sich etwas vorgemacht, ist mit Scheuklappen durch die Welt gewandelt oder ist schlicht weg nicht informiert – was heutzutage unglaubwürdig erscheint.

Bewusst oder unbewusst haben wir vieles „verschlafen“, was zum Unheil geführt hat.

Wir haben Träume gelebt, während Alpträume anderswo Realität wurden und deren Existenz uns nun umso deutlicher vor Augen tritt und die unzähligen Kartenhäuser ins Wanken bringt.


Ein Kartenhaus

Um bei diesem Bild zu bleiben, es jedoch auf die Weltgesellschaft insgesamt zu beziehen, stellen wir uns ein solches Gebäude bildlich vor und betrachten näher dessen Bauweise, als eine zweidimensionale mehrstöckige Pyramide.

Äußerlich gleichen sich die Karten und spiegeln zugleich jeden einzelnen Menschen wieder. Lediglich die zwei unterschiedlichen Rückenfarben unterscheiden sich und stehen sinnbildlich für eine eher „gute“ und eine „weniger gute“ oder gar „böse“ Seite, die uns dominiert. Erst bei näherer Betrachtung der Vorderseite kommt der imaginäre Wert zu Geltung, der uns Auskunft über den vermeintlichen Status jedes Einzelnen gibt.

Die Zahlen 2 bis 9 bilden das breite dreireihige Fundament, gefolgt von zwei Reihen aus 10ern und Bauern, einer vorletzten und zugleich deutlich kleineren Etage aus Damen und Königen, schließlich gekrönt von der überschaubaren AS-Spitze. Die jeweilige nähere Symboldeutung ist nicht erforderlich und kann auch jedem selbst überlassen werden, denke ich.
Stellen wir uns das Bauwerk nun in voller Größe vor und was geschieht, wenn wir einzelne oder mehrere Elemente aus diesem Gefüge auslöschen.

  • Nach dem Entfernen der AS-Spitze oder Teilen daraus, passiert – Nichts.
    Die Grundstruktur bleibt bestehen, mit einer minimalen optischen Veränderung des Äußeren – die Spitze fehlt.
  • Gehen wir jedoch in ähnlicher Weise auf den mittleren Ebenen vor – beobachten wir eine umso größere Wirkung.
    Das Fundament bleibt unverändert.
    Die Mitte weist Lücken auf, was zum Einsturz der Spitze führt.
  • Agieren wir auf die ebenwürdige Art und Weise in den breiten unteren Reihen – wird uns das verheerende Ausmaß deutlich.
    Die gesamte Struktur ist betroffen und kommt ins Wanken.
    Ein löchriges Gebilde, das in seiner Struktur komplett verändert ist.
    Die oberen Ebenen fallen teilweise oder ganz in sich zusammen.

Das Fundament ist die Basis. Je löchriger diese wird, umso wahrscheinlicher ist ein Kollaps des Ganzen.


Errichten eines schönen Gebildes dieser Dimension ist nur auf einem stabilen Untergrund möglich und nicht auf dem unbeständigen Treibsand, der einer zusätzlichen Willkür des Windes ausgesetzt ist.

Dieses Bildnis soll eine überschaubare Anregung sein, sich der meisten Zusammenhänge eines überdimensionalen Gebildes, einer Gesellschaft und weiterer unzähliger Systeme und Konstrukte, bewusst zu werden. Wenn wir in unserem Umfeld, in unserem Alltag ab und an mal genauer hinschauen, können wir das Bild des Kartenhauses auch dorthin projizieren.

Achten wir auf unterschiedliche Strukturen und Bereiche in unserem Leben, auch wenn es nur kleine überschaubare sind – und werden uns stets dessen bewusst, wie sich ein Gefüge verhalten würde, wenn Teile daraus „verschwänden“.

Wenn wir kleine Zusammenhänge verstehen können, werden wir die „großen“ besser begreifen – auch im Hinblick auf die Gesellschaft. Nicht nur die regionale oder nationale Form, sondern auch die bunte Weltgesellschaft, der wir auch zugehören, auch wenn nur als ein Teilsegment.

Ein geschärfter Sinn für die eigene und zugleich die globale Gemeinschaft insgesamt, verändert unser Bewusstsein, lässt begreifen und motiviert zum Handeln, bei dem wir stets die Menschlichkeit und das Mitgefühl vor Augen haben müssen.

Die Geschichte hat uns stets gelehrt, dass Positives, Gutes, Menschlichkeit und Zuversicht, früher oder später über Negatives, Schlechtes, Unmenschlichkeit und Resignation gesiegt hat.

 

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gambini Verfasst von:

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